Fachtagung invasive Neophyten
«nördliche Napfausläufer» 2018

25. April 2018, Mehrzweckhalle Hiltbrunnen, 6147 Altbüron LU

In den vergangenen 12 Jahren führten in den «nördlichen Napfausläufern» verschiedenste Einsatzkräfte unzählige Massnahmen gegen die invasiven Neophyten durch. Entstanden ist dabei eine «neophytenarme Zone». Eine Trägerschaft bestehend aus der Biodiversia GmbH, den Vereinen Lebendiges Rottal und Smaragd-Gebiet Oberaargau lud zu einer Tagung mit folgenden Zielsetzungen ein:

Referenten: Gian-Reto Walther, BAFU; Peter Kull, lawa; Werner Stirnimann und Beat Stöckli, Biodiversia GmbH

Unterstützt wurde die Trägerschaft der Tagung durch folgende Institutionen und Organisationen: Bundesamt für Umwelt, Kanton Luzern, Gemeinde Altbüron, Stadt Langenthal, Regionen Oberaargau und Zofingen, Hochwasserschutzverband Unteres Langetental, Luzerner Bauern- und Bäuerinnenverein, Vogelschutz Aarwangen, Pro Natura Bern, WWF Bern und voraussichtlich Oberaargauischer Bauernverein.

Aus Bundesbern an die Tagung angereist war Gian-Reto Walther, zuständiger für das Thema Neobioten (z.B. Neophyten) beim Bundesamt für Umwelt (BAFU). Er stellte an der Tagung die Bestrebungen des BAFU in Bezug auf die invasiven Neophyten vor. Diese sind komplex und umfassen viele strategische, rechtliche und koordinative Bereiche. Weiter werden die ausführenden Akteure mit wertvollen fachlichen und organisatorischen Grundlagen unterstützt. Für die Pioniere unter den Tagungsteilnehmer war sein Fazit Balsam in den Ohren: «Wer heute schon Anstrengungen unternimmt, invasive gebietsfremde Arten einzudämmen, handelt übereinstimmend mit der Zielsetzung der ‘Strategie der Schweiz zu invasiven Arten’ und verringert dadurch den eigenen Handlungsbedarf und damit die Kosten in der Zukunft.»

Peter Kull von der Abteilung Landwirtschaft und Wald (lawa) des Kantons Luzern zeigte eingangs erschreckendes Bildmaterial, etwa von einem Wald voller Drüsiges Springkraut, von Infrastruktur inmitten Japan-Knöterich oder von einem Flachmoor mit Reinbewuchs nordamerikanischer Goldruten. Während Leute im Auftrag des Kantons Luzern in Naturschutzgebieten selber Hand anlegen, unterstützt das lawa die ausführenden Kräfte mit verschiedenem Informationsmaterial, online und in gedruckter Form. Zudem hat der Kanton Luzern in jeder Gemeinde eine Kontaktperson und führt unter anderem zusammen mit dem Kanton Bern einen Pilotversuch gegen den Japan-Knöterich durch. Auch Peter Kull motivierte zu frühzeitigem Handeln und lobte den Ansatz der «neophytenarmen Zone» in den nördlichen Napfausläufern ein «gutes Konzept», das auch anderswo Schule machen könne.

Hier finden Sie den ganzen Rückblick zur Neophyten-Tagung 2018: www.smaragdoberaargau.ch

Während 12 Jahren erarbeitet: «Neophytenarmen Zone» in den nördlichen Napfausläufern (gelb eingefärbt)

Die neophytenarmen Zone in den nördlichen Napfausläufern

Weitere Informationen:
www.bafu.admin.ch
lawa.lu.ch/njf/lebensraeume/neobiota
www.smaragdoberaargau.ch
www.biodiversia.ch
www.lebendigesrottal.ch

Für weitere Auskünfte:
Werner Stirnimann, Biodiversia GbmH, 4901 Langenthal, 062 923 50 83,